Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
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17. Bioethik-Symposium Aufklärung und Impfung im Kampf gegen die Covid-Pandemie am 16. Juni 2021

Seit mehr als 1½ Jahren wird die Weltbevölkerung von einem Mikroorganismus bedroht. Eine  Viruspandemie hat seit ihrem Ausbruch im Spätjahr 2019 im fernen China und ihrer rasanten globalen Ausbreitung mehr als 3 Millionen Todesopfer gefordert. Obwohl dank schneller weltweiter Forschung binnen eines Jahres Impfstoffe gegen die Infektion entwickelt wurden, ist deren weitere Ausbreitung nicht unter Kontrolle. Da bisher keine wirksamen Medikamente gegen die Krankheit verfügbar sind, können derzeit nur unspezifische (sog. AHA-) Hygienemaßnahmen, inzwischen auch Impfungen einen – wenn auch nicht ausreichenden – Schutz vor einer katastrophalen Ausbreitung, gegen weitere Wellen der Infektion bieten. Mit der Ausweitung gewann das Virus Zeit zur Mutation hin zu noch rascher sich ausbreitenden, d. h. stärker ansteckenden Formen, die – mit einer Vorverlagerung des Erkrankungsalters unter den Infizierten – schwerere Krankheitsverläufe mit dem Erfordernis kritischer Langzeit-Beatmung und mit neurologischen und anderen Organschäden auslösen können.

Was können wir gegen diesen Feind tun? Wie ihn abwehren und seine individuellen und sozialen Gefahren mindern? Über die den einzelnen Menschen treffende Bedrohung hinaus gilt es, durch Isolation und Kontaktbeschränkungen die sozialen Auswirkungen der Pandemie, die so hart unser wirtschaftliches und kulturelles Zusammenleben einschließlich des Bildungswesens von der Kleinkind- (Kita-) bis zur Ausbildungsbetreuung Erwachsener treffen, individual- und sozial-verantwortlich einzudämmen.

Sowohl aktuelle und sachgerechte Aufklärung in den sozialen Medien (Zeitung, Rundfunk, Fernsehen) als auch das angemessene Handeln (AHA-Maßnahmen, Impfung und Testung) sind erforderlich im Blick auf die Gegenwart und die Zukunft des Einzelnen und der Gesellschaft.

Dazu möchten wir mit unserem Bioethik-Symposium beitragen. Seien Sie herzlich eingeladen zu dieser ungewöhnlichen Veranstaltung zu vier Aspekten aus dem vielfältigen Problemfeld, das unsere Akzeptanz von Freiheitseinschränkungen und solidarischer Selbstverpflichtung herausfordert.


Prof. Dr. Otto Richter
Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft

Programm

Bioethik_2021.pdf
PDF-Dokument [4.5 MB]

14:00     Begrüßung

Prof. Dr. Otto Richter

Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft, BWG

 

14:10     Einführung

Prof. Dr. med. Klaus Gahl

Mitglied der BWG

 

14:15     Impfen gegen Covid-19

Prof. Dr. Stefan Dübel

Department Biotechnologie, Institut für Biochemie, Biotechnologie und Bioinformatik der Technischen Universität Braunschweig

 

15:00     Infodemie als Kollateralschaden der Pandemie

Prof. Dr. Theo Dingermann

Institut für Pharmazeutische Biologie der Universität Frankfurt/Main

(Senior Editor Pharmazeutische Zeitung)

                              

                Pause

 

16:15     Die Covid-19 Pandemie Auswirkungen auf Kinder und ihre Bezugspersonen

Prof. Dr. Nina Heinrichs

Department Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Bremen

 

17:00     Impfen – eine Sache von Public Health.  Eine ethische Perspektive

Prof. Dr. theol. Christian Polke

Institut für Systematische Theologie, Lehrstuhl für Ethik, der Universität Göttingen

 

17:45     Schlusswort

Prof. Dr. Christel Müller-Goymann

Mitglied der BWG

 

18:00     Ende der Veranstaltung

Aktuelles

Verleihung der Carl Friedrich Gauß-Medaille

Die Jahresversammlung mit Verleihung der Carl Friedrich Gauß-Medaille und das Kolloquium finden am 14. Juni 2024 statt.

 

weitere Informationen, Programm und Interview in der Braunschweiger Zeitung

20. Bioethik-Symposium  Implantation ins Gehirn – Therapeutische Möglichkeiten?

am 19. Juni 2024

 

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Akademie-Vorlesungen 2024 im Schloss

Transformation - Die Gesellschaft im Wandel

 

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